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Der Autor und seine Meinung zum Stück

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Pavel Kohout
wurde am 20. Juli 1928 in Prag geboren.
Kohout schrieb zuerst politische Gedichte und Liebesgedichte, später dann vor allem Stücke im Sinne des sozialistischen Realismus. Diese nehmen zunehmend zu aktuellen Problemen wie Familienleben und Liebe Stellung. Der einfallsreiche Bühnengestalter und Experimentator führt(e) oft selber Regie.

1966 wurde Kohout aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen. Als Wortführer des "Prager Frühlings" erhielt er 1968 Publikationsverbot. Der Initiator und Mitunterzeichner der Bürgerrechtsbewegung "Charta 77" (zusammen mit Vàclav Havel) wurde 1979 ausgebürgert.
Er und seine Frau erhielten daraufhin eine provisorische, österreichische Nationalität.
Heute lebt Kohout in Wien und Prag und arbeitet als artistischer Berater am Burgtheater. Er schreibt weiterhin und ist immer noch als Regisseur tätig (u.a. für das Thalia-Theater in Hamburg).

Einige wichtige Werke


- So eine Liebe (Drama 1957)
- August, August, August (Drama 1967)
- Armer Mörder (Drama 1972)
- Die Henkerin (Roman 1978)
- Maria kämpft mit den Engeln (Drama 1981)
- Erinnerungen an die Biskaya (Drama 1985)
- Wo der Hund begraben liegt (Roman 1989)
- Tanz- und Liebesstunde (Roman 1989)
- Ende der grossen Ferien (Roman 1990)
- Meine Frau und ihr Mann. Eine Beichte (Roman 1998)


Pavel Kohout zum Stück


Der Autor schreibt im Vorwort zu diesem Stück:

"Das Drama "So eine Liebe" ist vor allem denen zugedacht, die sich Tag für Tag das Recht nehmen, die Schicksale anderer Menschen zum Schauspiel zu machen, ohne selbst die Pflicht zu erfüllen, diese Schicksale zu begreifen, und sie wenigstens in einem Bruchteil als ihre eigenen zu erkennen....

"So eine Liebe" ist natürlich auch für jene Menschen gedacht, die zulassen, dass der Lärm der Zuschauer ihr eigenes Gewissen übertönt. Es steht ausser jedem Zweifel, dass sie so durch eigene Schuld zu tragischen Figuren täglicher Dramen werden.
Glauben Sie aber, dass Sie weder zu den einen noch zu den anderen gehören, verletzt dieser Vorfall Ihre Gefühle (...) - bitte, werfen Sie den ersten Stein! Was am Theater nicht mehr zugelassen wird, ist immer noch im Leben erlaubt."

 
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